Mit dem Fußboden umziehen: Parkett, Laminat, Fliesen und Teppich mitnehmen

Viele Bewohner von Mietwohnungen oder angemieteten Gewerbeeinheiten möchten sich in diesen vier Wänden ein Umfeld schaffen, das ihren Vorstellungen entspricht. Die langweilige 08/15-Auslegware im Wohnzimmer möchten sie gegen ein hochwertiges Fertigparkett austauschen und das fußkalte Linoleum im Schlafzimmer soll einem flauschigen Teppichbelag weichen.

Das Hindernis an einer solchen Verschönerung der Wohnung ist oft der Mietvertrag. Er sagt in seiner standardisierten Form aus, dass die Wohnung beim Auszug wieder in den vorherigen Zustand zurückversetzt werden muss. Deshalb muss auf den Komfort jedoch nicht verzichtet werden: Mittlerweile gibt es gut Möglichkeiten, seinen Fußboden so zu gestalten, dass er mitgenommen und in der nächsten Wohnung wieder verwendet werden kann.

Fertigparkett und Laminat – ein Klick genügt

Die Holzvarianten des Fußbodenaufbaus werden heute fast nur noch in der Ausführung „Klick-und-fertig“ hergestellt und verkauft. Selbst einem handwerklich wenig versierten Wohnungsinhaber gelingt es, Fertigparkett- und Laminat in Paneelform mithilfe zweier zusätzlicher Hände zuzuschneiden und auf dem Fußboden ineinander zu verklicken.

Wichtig ist dabei vor allem in Mietwohnungen, Parkett und Laminat schwimmend zu verlegen. Sie dürfen also nicht verklebt, sondern nur auf einer Trittschallunterlage lose aufgelegt werden. Wenn der Fußboden fertig verlegt ist, werden die Sockelleisten mit doppelseitigem Klebeband auf den Wandflächen verklebt, sodass der kleine Spalt zwischen Wand und Fußboden nicht mehr zu sehen ist.

Bei einem Auszug lassen sich die Sockelleisten mit etwas Sorgfalt und einem Spachtel wieder ablösen. Die Einzelteile des Fertigparketts oder Laminats werden auseinandergeklickt und lediglich die Trittschalldämmung verbleibt als Abfall. Wer sich potenziell für ein größeres Wohnzimmer in seiner neuen Wohnung interessiert, sollte jedoch bereits bei der Anschaffung ein paar Quadratmeter in Reserve einkaufen.

Fliesenfußböden zum Mitnehmen

Fast immer ist es möglich, den Fußboden um circa zweieinhalb Zentimeter zu erhöhen. Eventuell sorgt eine Schwelle für einen sicheren Abschluss. Damit ist es möglich, in Küchen oder Bädern den Fußboden mit Fliesen auszustatten. Er muss jedoch absolut eben sein oder mittels Ausgleichsmasse hergestellt werden.

Dann werden Hartfaserplatten von circa 92x92 Zentimetern zugeschnitten, die den Fußboden in Segmente unterteilen. Die ist das Maß bei Verwendung von Fliesen 15x15 Zentimeter. Die Fliesen werden mittels Fliesenkleber auf die Platten aufgeklebt. Die Stöße zwischen den Segmenten werden mit farbigem Silikon verschlossen und die Fliesen mit möglichst gleichfarbigem Fugenmaterial ausgefugt. Beim Auszug müssen lediglich die Silikonfugen aufgeschnitten werden und der Belag ist in Segmenten transportfähig.

Teppich muss nicht verloren gehen

Teppichböden werden meist vollflächig verklebt. Ist jedoch ein Umzug absehbar, können sie auch mit doppelseitigem Klebeband auf dem Fußboden fixiert werden. Wichtig ist nur, eventuelle Stöße mindestens 5 Zentimeter breit zu sichern. Auf der Fläche der Teppichrückseite wird das Klebeband im Raster von 50x50 Zentimetern aufgebracht. Dann wird der Teppich Stück für Stück verlegt und festgewalzt. Beim Auszug kann das Klebeband mit einem scharfen Spachtel vorsichtig wieder vom Untergrund abgelöst werden. Kleberreste lassen sich mit geeigneten Reinigern entfernen und der schöne Teppichboden ist gerettet.

Wer sich seinen neuen Fußboden viel kosten lässt und beim Umzug sicher gehen will, dass dieser den Transport unbeschadet überlebt, kann auch ein spezielles Unternehmen mit dem Fußboden-Umzug beauftragen. Auf www.immobilienscout24.de finden sich neben vielen wertvollen Tipps und Tricks zum Umzug auch Listen mit Unternehmen, welche für solche Arbeiten infrage kommen. Wer jedoch beim Verlegen schon den künftigen Umzug bedenkt, kann diese Arbeit oft problemlos alleine oder mit Helfern bewältigen.